Neues aus der Gruppe
Im Frühjahr lauert die Gefahr für unsere Hunde auf dem Feld!!!
Die Felder werden intensiv mit Gülle getränkt, aber was genau soll daran denn so giftig sein, ist doch ein natürliches Produkt oder?
Zunächst sollten wir wissen, dass Gülle für unsere Vierbeiner weitaus gefährlicher ist, als die meisten annehmen.
Warum? Gülle wird in unterirdischen Gruben gesammelt. Diese sind nicht vor dem Zugang von Kleintieren wie Ratten und Mäuse geschützt. Diese kommen darin zu Tode, weil Sie nicht mehr aus der Masse rauskommen. Dadurch ergibt sich der Nährboden für ein sehr gefährliches Bakterium.
Auch die Gülle aus Geflügelhöfen ist mind. genauso gefährlich, denn der besteht aus Sägemehl, Geflügelkot und Kadavern von Eintagsküken.
Auch das ist ein Nährboden für ein weiteres sehr gefährliches Bakterium.
Hier sind zwei perfekte Voraussetzung für das Vorkommen von Sporen und Bakterien des Bakteriums Bolulinum und dessen toxischer Nachfolger.
Hunde trinken gerne aus Pfützen, Sie wälzen sich gerne in der Gülle, fressen das Gras am Rand von den frisch gedüngten Feldern, sie jagen verseuchte Mäuse und Ratten und fressen diese, es reicht aber unter Umständen einfach nur eine Verletzung an den Pfoten, um sich mit dem Gift zu infizieren.
Hier entstehen hochgiftige Toxine, die sich in Sporenform verteilen. Wir reden hier von einem der stärksten Nervengifte, die wir kennen.
Das tückische daran ist, dass die Beschwerden nicht sofort auftauchen müssen, da das Gift nicht die Bluthirnschranke passieren muss, können die Beschwerden erst Tage später auftreten, wo wir es nicht mehr mit dem Feld in Verbindung bringen.
Angefangen von Lähmungserscheinungen auf der Hinterhand bis hin zur fortschreitenen Atemlähmung erstickt unser Vierbeiner ganz jämmerlich.
Wir sprechen hier von Botulismus.
Wenn es rechtzeitig erkannt wird, kann dem Hund in vielen Fällen geholfen werden. Leider ist es nicht immer einfach, das zu erkennen, um die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Es wird inzwischen davon ausgegangen, dass viele vermutete Giftködervergiftungen auf Güllefelder zurückzuführen sind.
Deswegen bitte gegüllte Felder und Feldränder meiden und sollte wir doch an Ihnen spazieren gehen und unsere Hunde sich in Gülle suhlen, sollten die Hunde unbedingt gründlich gereinigt werden. Generell ist zu empfehlen Hunde nicht auf die Felder zu lassen und zu dieser akuten Zeit auch kein Gras an Wegesrändern fressen zu lassen. Auch der Kontakt zu Pfützen oder Kadavern sollte unbedingt vermieden werden.
Also seid achtsam auf Euren Spaziergängen und behaltet Eure Fellnase immer im Auge.